Ein Kurz-Interview mit Felix Klemme, Buchhautor, Coach  und einer der bekanntesten Gesundheitsexperten Deutschlands im Interview mit WillGym. Felix trainiert selbst an dem WillGym HT.

Felix, warum trainieren die meisten Menschen immer noch lieber drinnen als draußen?

Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Dabei liegt es auf der Hand, dass Outdoor Training gegenüber dem Indoor Training viele Vorteile hat.

 

Welche Vorteile sind das?

Ich versuche das Thema Gesundheit so ganzheitlich wie möglich zu betrachten. Ein wichtiger Bestandteil ist  Bewegung, draußen in der Natur.  Wenn wir uns draußen in der Natur bewegen –und ich spreche ganz bewusst von Bewegung und nicht von Sport oder Fitness-, dann nehmen wir Reize auf, die wir drinnen nicht wahrnehmen.  Dazu gehören Sonnenlicht, Gerüche, biochemische Botenstoffe, aber auch Wind, Regen, Schnee etc. All das stärkt zum einen unser Immunsystem und senkt unser Stresslevel.

 

Umso erstaunlicher ist es doch, dass Fitnessstudios so schnell wachsen?

Immer mehr Menschen wird zwar bewusst, dass sie auch draußen Fitness machen können, aber der innere Schweinehund schlägt vor allem bei Dunkelheit und ungemütlichen Witterungsbedingungen zu. Ich denke der Großteil der Leute zieht den bequemen Weg ins warme Gym vor. Die meisten fahren mit dem Auto bis kurz vor den Eingang, um sich dann im Anschluss auf dem Fahrradergometer oder dem Laufband warm zu machen. Das Ganze ginge ja auch schon vorher, indem man ohne Auto zum Fitness Studio fährt. Ich sehe aber auch eine klare Entwicklung nach draußen, dass viele sich ganz bewusst für Sport draußen entscheiden. Statt Indoor- wird es eben Outdoor Gym. Das kann man natürlich wunderbar verknüpfen, wenn man ohne Geräte trainieren will oder so wie Ihr es anbietet, mit dem WillGym. Vielfalt ist draußen auf jeden Fall immer gegeben. Dazu braucht es entweder die richtigen Ideen für Übungen oder auch Anreize durch ansprechendes Trainingsequipment. Aber wie bereits erwähnt, es spielt das Wetter eine große Rolle:  Bei Regen, Sturm oder kalten Temperaturen lassen wir uns leichter von unseren Schweinehund besiegen.

 

Was rätst du Bewegungsmuffeln?

Wie ich schon mit anderen Worten sagte: sei einfach ehrlich zu dir selbst!  Der Weg zu einem gesünderen, energievollem Leben beginnt nicht im Fitnessstudio, sondern im Kopf. Erst wenn ich meinen Drang wiederstehe, mich mit Fast Food vollzustopfen oder abends zwei Stunden lang Netflix zu glotzen und stattdessen einfach mal eine halbe Stunde spazieren gehe, arbeite ich an mir selbst. Ich muss im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt lernen, meine Gewohnheiten aufzubrechen.  Und dabei muss ich auch nicht allzu streng mit mir selbst sein.  Natürlich ist es nicht schlimm, wenn ich hin und wieder mal einen guten Burger esse. Die Dosis und die Qualität macht den Unterschied.

 

Wie hältst du dich selber fit?

Ich versuche mich möglichst viel im Alltag zu bewegen.  Und ich versuche, drei bis vier kurze, knackige Workouts pro Woche zu machen. Aber wenn ich es mal nicht hinbekomme, stresse ich mich nicht.  Zurzeit arbeite ich sehr gerne am Outdoor Rack. Dabei ist eine meiner Lieblingsübungen Kreuzheben mit der Langhantel.